Wenn es nicht so wichtig (und traurig) wäre, würde ich dieses Thema nicht immer wieder aufkochen: Es dreht sich abermals ums Forschungsbudget.
Nun haben (u.a. neben der UNIKO) auch die START-Preisträger ihre Bedenken zur aktuellen Lage hinsichtlich der Finanzierung von F&E öffentlich kundgetan. Demnach würden á la longue hochqualifizierte Wissenschafter auswandern, was nicht weniger bedeutet als eine Minimierung der gesamtösterreichischen Wirtschaftsleistung. Die Arbeitsplatzpolitik für Nachwuchsforscher käme zum Erliegen, ebenso staatliche Förderprogramme.
Sich mit diesen Anliegen bei der Regierungsspitze Gehör zu verschaffen, scheint hoffnungslos. Anders lassen sich fehlende Zusicherungen für Forschungsgelder nicht erklären, zumal unbestritten ist, dass gerade in Zeiten einer Rezession antizyklische Investitionen in F&E einen anschließenden wirtschaftlichen Aufschwung nach sich ziehen.
Das einzige Argument, das eine Minderung oder Aussetzung der Forschungsfinanzierung rechtfertigt, ist der Staatsbankrott. Um die Republik Österreich scheint es aber bestens bestellt zu sein. Ein stattliches Bankenhilfspaket, dessen Erweiterung auf Versicherungsunternehmen, eine unsinnige KfZ-Verschrottungsprämie…..alle Branchen werden bedacht…..die Wissenschaft nicht mal „letztwillig“.
Es kann sich mir einfach nicht erschließen, aus welchen Gründen die entscheidungsbefugten und -verpflichteten Damen und Herren Politiker dieses Problem nicht aufgreifen wollen, wo sie doch sonst allzu gern das Image zukunftsorientierter und -besorgter Volksvertreter für sich beanspruchen.


